Peter Hecker ist erfahren in puncto Hindernis- und Extremläufen. Beim traditionellen Fishermans Friend Strongman Run schnitt er ebenso gut ab wie beim Braveheart Battle Run. Doch seine härteste Herausforderung sollte nicht eines der bekannten Rennen werden, sondern der Harzer Keiler Run, ein kleiner Lauf mit limitierter Teilnehmerzahl, der entgegen den kommerzialisierten Großsportveranstaltungen das Flair eines Volkslaufes aufweist. Doch wer glaubt, dass es sich bei den drei Runden à acht Kilometern um leichtes Laufen handelt, der sieht sich getäuscht. „Hart, härter, Harzer“ lautet das Motto – und das macht seinem Namen alle Ehre.


„So ramponiert sah ich nach einem Lauf noch nie aus“, gestand Peter. Kein Wunder, denn keine 200 Meter waren absolviert, da gab es im ersten Wasserloch eine Abkühlung. Über Strohballen und LKWs mit Baumstämmen musste geklettert werden und auch Krabbeln und Tauchen waren im Preis mitinbegriffen. Mut brauchten die Läufer beim Sprung durchs Feuer in ein Wasserloch oder bei einem Sprung aus zwei Metern Höhe in eine Schlammgrube. „Vom T-Shirt und der Hose war außer Schlamm nichts mehr zu sehen“, meinte Peter. Doch damit nicht genug. Über eine schmierige Folie musste ein Berg hinab gerutscht werden, nur um kurz darauf vor einer vier Meter hohen Sprossenwand und anschließend vor einem künstlichen Spinnennetz zu stehen.
Der Lauf ging größtenteils durchs Naturschutzgebiet und entsprechend brauchten die Veranstalter kaum künstliche Hindernisse. Stattdessen führte die Strecke durch einen Bachlauf und beinhaltete knackige Bergpassagen. „Es war eine tolle Herausforderung“, fand Peter. In 2:35 Stunden absolvierte Peter die 24 Kilometer und landete damit als 29ter im Top-30-Feld. In seiner Altersklasse gewann er mit großem Vorsprung. „Es war ein ganz tolle Veranstaltung mit einer Stimmung wie bei einem Volkslauf. Einfach super“, schwärmte Peter stolz nach seinem Erfolg. (tk)

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